| 1919 | Gründung
der Bezirks-Lagerhausgenossenschaft |
| 1920 | Lagerhausneubau
mit einem Kostenaufwand von ca. 1,5 Mio. Mark. Im ersten Geschäftsjahr wurde ein
Reingewinn von 13.000 Mark erwirtschaftet |
| 1922 | Die
Bilanzsumme der Genossenschaft überschreitet die Sieben-Millionengrenze. Hier
wird die fortschreitende Geldentwertung bereits deutlich. |
| 1925 | Nach
langwierigen und zähen Verhandlungen wurde mit der Bayer. Warenvermittlung AG,
München (BayWa), ein heute noch gültiger Vertrag abgeschlossen, in dem die Interessen
beider Parteien abgegrenzt sind. Die Genossenschaft verzeichnet einen Warenumsatz
von rund 70.000 dt. im Werte von 1,2 Mio. Mark. |
| 1930 | Um
den Absatz von Braugerste zu sichern, fördert das Lagerhaus die Gründung der Biergenossenschaft
Wertingen durch grosszügige Bereitstellung von Kredtiten und die unentgeltliche
Verwaltung der Genossenschaft. |
| 1935 | Der
Vorstand beschliesst, das Düngerlager aufzustocken, um einen zusätzlichen Lagerraum
für 1.000 t zu schaffen. |
| 1938 |
Wenn auch die Erfassung von Getreide und anderer Produkte vom
Ertrag der jeweiligen Ernte abhängig war, so zeigte sich doch ein kontinuierliches
Anwachsen der ha-Erträge, was nicht zuletzt auf den Einsatz von Düngemitteln und
Hochzuchtsaatgut zurückzuführen ist. Aus der Ernte
des Jahres 1938 werden von der Genossenschaft fast 5.000 t Getreide umgeschlagen.
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1939-
1945 | Fast
alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse unterliegen in dieser Zeit einer angeordneten
Ablieferungspflicht. Auf dem Bahnhof Wertingen werden beispielsweise im Geschäftsjahr
43/44 65.000 dt. Kartoffeln, sowie 17.000 dt. Heu- und Stroh verfrachtet, eine
Menge, die etwa 800 Eisenbahnwaggon füllt. Der gesamte Warenumschlag beträgt in
diesem Jahr rund 200.000 dt. Am 24. April 1945 fallen
in der Kreisstadt Wertingen mehrere Bomben, die Brände und Gebäudeschäden zur
Folge haben. Ein Artillerietreffer beschädigt auch die Betriebsgebäude der Genossenschaft.
Im Landkreis werden in dieser Zeit etwa 150 Gehöfte vernichtet. Von Juli bis September
1945 sind unsere Gebäude von Besatzungstruppen belegt. Ein Geschäftsbetrieb ist
während dieser Zeit nicht möglich. |
| 1946 | Auf
Anordnung der Militärregierung tritt die Gesamtverwaltung einschliesslich der
Geschäftsführung zurück. Die ausgebombte Industrie legt ihre Produktion völlig
lahm, viele Transportwege sind zerstört oder lahmgelegt. Eine ausreichende Versorgung
der Landwirtschaft ist in dieser Zeit nicht möglich. |
| 1948 | Im
Zuge der durchgeführten Währungsreform weist die Überleitungsbilanz einen Abwertungsverlust
in Höhe von 201.000 Reichsmark aus. Dünge- und Futtermittel können der Landwirtschaft
wieder ausreichend zur Verfügung gestellt werden, die Umsätze beginnen erstmals
wieder zu steigen. |
| 1950 | Im
zweiten Jahr nach der Währungsreform wird eine Autohalle erbaut und ein eigener
Fuhrpark angeschafft. |
| 1952 | Der
jährlich steigende Verbrauch an Handelsdünger macht den Bau einer weiteren Halle
mit einem zusätzlichen Lagerraum für 12.000 dt. Dünger und 6.000 dt. Kartoffeln
notwendig |
| 1957 | Ein
neuer Brennstoff beginnt den Markt zu erobern; das Heizöl. Die Genossenschaft
konzentriert sich von Beginn an auf diesen ausbaufähigen Markt. |
| 1960 | Neben
Heizöl wird infolge der fortschreitenden Technisierung in der Landwirtschaft auch
Dieselkraftstoff in die Produktpalette mit aufgenommen. Mit einem Gesamt-Investitionsvolumen
von rund einer halben Mio. DM wird das 1.000 t. fassende Getreidesilo in Betrieb
genommen. |
| 1970 | Der
seit Jahren anhaltende Strukturwandel auf dem Agrarsektor hat dazu geführt, dass
in der BRD bereits 45 % der Hofstellen als Nebenerwerbsbetriebe geführt werden.
39 % gelten als Vollerwerbsbetriebe und die restlichen 16 % sind Zuerwerbsbetriebe. |
| 1972 |
Von den Rationalisierungsbestrebungen im landtechnischen Bereich
wird auch unsere Genossenschaft berührt. Speziell von den größeren Betrieben wird
verstärkt die Bereitstellung von losem Dünger verlangt. In den Orten Wertingen
und Meitingen wird je eine Lagerhalle für losen Dünger errichtet. Wir bieten an
beiden Standorten 12 Sorten Düngemittel lose an. Mit
dem 30.6.1972 geht die 110-jährige Geschichte des Landkreises Wertingen durch
Rechtsverordnung der Bayerischen Staatsregierung zu Ende. Das
Warengeschäft der Rb Meitingen wird samt vorhandenen Anlagen übernommen. |
| 1973 | Die
Ölkrise ab Jahresmitte macht in drastischer Weise deutlich, wie sehr Industrie,
Handel und Verbraucher abhängig sind von der Lieferbereitschaft der Ausfuhrländer.
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| 1980 | Erstmalige
Anschaffung eines Silozuges zum Einsatz im Werkfernverkehr, mit dem Ziel einer
schnellen und rationellen Abwicklung von Kundenaufträgen. Erweiterung der Annahmegosse
und Erneuerung der technischen Einrichtung im Getreidesilo Wertingen. |
| 1982 | Die
Annahmeleistung im Silo wird durch den Austausch der Förderelemente und der Durchlaufwaage
von 20 t. je Stunde auf nominell 30 t/h erhöht. |
| 1983 | Nach
einer rund dreimonatigen Bauzeit wird eine mit modernster Technik ausgestattete
Lagerhalle für lose Schüttgüter fertiggestellt. |
| 1985 | Die
Milchquotenregelung, eine Interventionskontingentierung für Getreide und das Ausbleiben
einer Preisbruchregelung sorgen in der Landwirtschaft für Überreaktionen und führen
beim Handel zur weiteren Verschärfung des Wettbewerbs. |
| 1988 | Die
Umstellung vom landwirtschaftlichen Geschäftsjahr (01.07.-30.06.) auf das Kalenderjahr
wird mit einem Rumpfwirtschaftsjahr vollzogen. |
| 1989 | Die
Mitgliedsgenossenschaften beginnen das genossenschaftliche Warengeschäft aus ihrem
jeweiligen Arbeitsgebiet beim BLW zu konzentrieren. |
| 1990 |
Die bisher größte Baumaßnahme in der Geschichte der Genossenschaft
wird eingeleitet. Es entsteht eine palettenfähige Lagerhalle samt Verwaltungs-
und Marktbereich, sowie eine zusätzliche Lagerhalle für lose Schüttgüter, jeweils
mit modernster Technik ausgestattet. Die Betriebsanlagen werden offiziell im Juli
1991 ihrer Bestimmung übergeben. Die
Biergenossenschaft Wertingen eG erwirbt die Mitgliedschaft beim BLW und übergibt
gleichzeitig den gesamten Geschäftsbetrieb. 
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| 1993 | Als
weiteres Standbein der Genossenschaft wird die Diversifikationssparte Baustoffe
mit in das bereits bestehende Sortiment integriert. Die Reform der EG-Agrarpreispolitik
tritt in Kraft. Statt mengenbezogener Subventionen erhalten die Bauern direkte
Einkommenszuschüsse. |
| 1995 | Erarbeitung
eines Strategiepapieres für die künftige Ausrichtung des genossenschaftlichen
Warengeschäftes unter Einbeziehung der Diversifikationssparten Bau & Gartenmarkt
sowie Baustoffe. |
| 1996-1997 | Grundstückserwerbe
für den künftigen Bau und Betrieb eines eigenständigen Bau- & Gartenmarktes unter
Einbeziehung des BayWa franchise Konzeptes. |
| 1999 | Durch
Beschluss der Generalversammlung vom 29. Juni 1999 ist die Genossenschaft formwechselnd
in eine GmbH unter der Firma "Bezirkslagerhaus Wertingen GmbH" umgewandelt. Am
29. November 1999 wird der Neubau "BayWa Bau- & Gartenmarkt" offiziell seiner
Bestimmung übergeben. |